Die weltuntergangsformel: eine falsche apokalypse aus der vergangenheit

Eine mathematische Formel, die plötzlich wieder für Aufsehen sorgt: 2026. Das Datum des vermeintlichen Weltuntergangs. Doch die Geschichte dahinter ist eine Geschichte von Fehlinterpretationen und dem gefährlichen Tanz zwischen Wissenschaft und Sensationslust.

Ein modell, das nicht vorhersagen wollte

Ein modell, das nicht vorhersagen wollte

Es ist nicht die Prophezeiung einer mystischen Voraussage, die die Diskussion neu entfacht hat. Vielmehr ein 1960 veröffentlichtes Werk von Heinz von Foerster und seinem Team. Sie analysierten das Bevölkerungswachstum mithilfe eines einfachen, aber wirkungsvollen mathematischen Modells: dem exponentiellen Wachstum. Dieses wird in der Mathematik genutzt, um Trends zu prognostizieren. Das Ziel war nicht die Vorhersage von Katastrophen, sondern die Erforschung der Grenzen eines Systems.

Das Modell simulierte, was passieren würde, wenn das Bevölkerungswachstum ohne Veränderungen im Tempo fortgesetzt würde. Die Berechnung führte zu einem Punkt, an dem die Bevölkerung mathematisch unendlich wäre – ein Datum, das den aktuellen Aufschrei befeuert: der 13. November 2026. Doch Experten warnen davor, diese