Trump drohnt milliardenschwere zölle – kampf um rückerstattung entfacht“,n
Der US-Präsident hat die Unternehmen vor einem Rückzahlungsdruck gewarnt und droht mit Konsequenzen. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, einen Großteil der eingeführten Zölle für illegal zu erklären, könnte zu einer der größten Rückzahlungen in der Geschichte der USA führen – möglicherweise über 160 Milliarden Dollar.
nZusammenbruch der tariffassade
Donald Trump hat nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das seine umstrittenen „rekiproken“ Zölle für Importe aus nahezu allen Ländern für ungültig erklärt, die Unternehmen aufgefordert, keine Rückforderungen einzureichen. Mit den Worten „Es wäre großartig, wenn sie das nicht tun würden“ signalisierte er eine harte Linie. Die Entscheidung des Gerichts stellt eine enorme Herausforderung für die US-Regierung dar und könnte die Finanzlage vieler Unternehmen erheblich belasten.
nDer Gerichtshof hatte im Februar entschieden, dass Trumps Verwendung des sogenannten „Internationalen Notfallwirtschaftsgesetzes“ zur Einführung der Zölle rechtswidrig war. Dies ebnete den Weg für eine komplexe Rückerstattungsmaßnahme, die potenziell die größten ihrer Art in der amerikanischen Geschichte darstellen könnte. Die US-Regierung könnte Unternehmen und Verbraucher insgesamt rund 160 Milliarden Dollar zurückzahlen müssen.
nTrump versucht, die Einnahmen, die durch die Zölle erzielt wurden, auf andere Weise zu generieren. „Wir machen das auf eine andere Weise“, erklärte er. „Am Ende werden wir das gleiche Ergebnis erzielen, aber es ist etwas komplizierter.“ Tatsächlich hat die Administration bereits einen vorübergehenden 10-prozentigen Zuwachs auf Waren aus ausgewählten Ländern angekündigt, der im Juli ausläuft. Der Fokus liegt nun darauf, diese Einnahmen mithilfe anderer Zollmechanismen zu sichern.
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Unwägbarkeiten und eskalation
Die Verteilung der Rückerstattungen ist jedoch alles andere als einfach. Tausende Unternehmen, darunter Costco Wholesale und FedEx, haben bereits Klagen vor dem Internationalen Handelsgericht eingereicht, um ihr Recht auf eine Rückerstattung zu sichern, falls die Trump-Administration die Fälle abwehren sollte. UPS hat angekündigt, seinen Kunden, die über das Unternehmen Waren gekauft haben, die mit Zöllen belastet wurden, den vollen Betrag zurückzuerstatten – jedoch erst nach Erhalt der Zahlung von der US-Regierung. Die CBP (Customs and Border Protection) hat ein Online-Portal zur Einreichung von Rückerstattungsanträgen gestartet, doch der Prozess ist nach wie vor von Unsicherheiten geprägt.
nDie Reaktion der Unternehmen ist gemischt. Während einige die Rückerstattung begrüßen, sehen andere die Möglichkeit einer weiteren Eskalation im Handel. Die Situation ist komplex und birgt erhebliche Risiken für die amerikanische Wirtschaft.
