Fed zögert: zinssenkungen 2026 – mehr unsicherheit
Die US-Notenbank Fed hat die Zinsen unverändert gelassen und damit neue Fragen nach der wirtschaftlichen Entwicklung der Vereinigten Staaten aufgeworfen. Die Entscheidung verstärkt die Debatte über das Timing möglicher Zinssenkungen im kommenden Jahr.

Miran warnt vor zu frühem optimismus
Gouverneur Stephen Miran signalisierte, dass eine Reduzierung der Leitzinsen im Jahr 2026 noch nicht absehbar sei. Er mahnte zur Vorsicht bei der politischen Entscheidungsfindung und betonte, dass die Fed ihre Politik nicht aufgrund der volatile geopolitischen Lage, insbesondere des Konflikts zwischen den USA und Iran, gestalten sollte. Die Fed selbst räumte die wachsende wirtschaftliche Ungewissheit ein.
Jerome Powell, der Vorsitzende der Fed, betonte die Notwendigkeit weiterer Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung. Doch Miran sprach sich für eine kleinere Zinssenkung von 0,25 Prozentpunkten aus. Das Risiko besteht in der anhaltend hohen Ölpreisgestaltung, die sich auf die Kosten anderer Güter und Dienstleistungen auswirken könnte.
Trotz der kurzfristigen Instabilität, die der Krieg verursacht, hält Miran an seiner Prognose von vier Zinssenkungen im Jahr fest. Eine Prognose, die angesichts der aktuellen Entwicklungen jedoch zunehmend fragil erscheint. Die Fed muss nun abwägen, ob die Inflationsbekämpfung Vorrang vor dem Wirtschaftswachstum hat – eine Gratwanderung, die die wirtschaftliche Zukunft der USA maßgeblich beeinflussen wird.