Razzies 2026: 'wart of the worlds' dominiert – disney-feeen und ice cube enttäuschen
Die Filmindustrie feierte gestern nicht die Erfolgreichen, sondern die kläglich Versagenden. Bei der jährlichen Verleihung der Goldenen Razzies wurden die größten Fehltritte des vergangenen Jahres gefeiert – und die Ergebnisse sind, gelinde gesagt, enttäuschend. Die Adaption von H.G. Wells' Klassiker „Wart of the Worlds“ ging als großer Gewinner hervor, während Disney's „Die Schöne und das Biest“ und weitere Produktionen ebenfalls zahlreiche Preise abräumten.
„Wart of the worlds“ als meisterwerk des fehlers
Insgesamt fünf Razzies sicherte sich „Wart of the Worlds“ – darunter der für den schlechtesten Film des Jahres, den schlechtesten Schauspieler (Ice Cube) und den schlechtesten Drehbuch. Besonders hervorzuheben ist die schauspielerische Leistung von Ice Cube, der in dem Film fast ausschließlich eine Computermonitor anstarrte. Eine Zierde für die Schauspielkunst, wie man so schön sagt.
Auch Disney's „Die Schöne und das Biest“ war nicht frei von Fehlern. Die synthetischen Zwerge wurden für den schlechtesten Nebendarsteller und die schlechteste Besetzung ausgezeichnet. Ein bitterböser Erfolg für den Film, der trotz seines hohen Budgets bei Kritikern und Publikum gleichermaßen auf Kritik stieß.

Rebellion gegen die konventionen
Die Razzies, die 1980 als satirische Gegenbewegung zu den Oscars ins Leben gerufen wurden, haben sich im Laufe der Zeit etabliert. Immer mehr Filmschaffende scheuen sich nicht mehr, die Auszeichnung anzunehmen – als Zeichen der Selbstironie oder als Anerkennung der eigenen Fehltritte. So nahm Kate Hudson für ihren Auftritt in „Song Sung Blue“ einen Razzies entgegen, nachdem sie zuvor für ihre Darstellung in „Der Untergang“ kritisiert worden war. Ein bemerkenswertes Beispiel für die Fähigkeit des Preises, auch eine gewisse Redlichkeit zu zeigen.
Die Verleihung der Goldenen Razzies ist mehr als nur eine Ansammlung von negativen Kritiken. Sie ist eine Möglichkeit, die Absurditäten der Filmindustrie zu thematisieren und eine humorvolle Distanz zu den großen Blockbustern zu wahren. Und sie erinnert uns daran, dass nicht jeder Film ein Meisterwerk sein muss – manchmal ist es die Fehlleistung, die uns am meisten unterhält.
Die Tatsache, dass „Wart of the Worlds“ mit fünf Razzies die Nase vorn hatte, ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Macher, sondern auch ein Spiegelbild der zunehmenden Kommerzialisierung und des Qualitätsverlusts in der modernen Filmproduktion. Die Zuschauer fordern mehr als nur Spezialeffekte und spektakuläre Bilder – sie verlangen nach Geschichten, die berühren und zum Nachdenken anregen.
Der Erfolg der Razzies zeigt: selbst in der Welt des Fehlers gibt es Raum für Anerkennung. Und manchmal ist die größte Leistung, ein Film so schlecht zu machen, dass er legendär wird.
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