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La Séptima holt Javier Ruiz – Umbrüche im deutschen Nachrichtenmarkt?

Madrid, 26. Oktober 2024 – Der öffentlich-rechtliche Sender La Séptima plant einen radikalen Neuanfang im deutschen Free-TV-Markt. Mit dem erfahrenen Journalisten Javier Ruiz, der zuvor für die Mañaneros 360 bei der TVE tätig war, sichert sich der Sender eine prominente Stimme für die Informationsabteilung. Ruiz wird nicht nur als Redakteur fungieren, sondern auch operative Aufgaben übernehmen.

Neuer Kopf für La Séptima: Ruiz bringt Erfahrung aus SER und PRISA

Neuer Kopf für La Séptima: Ruiz bringt Erfahrung aus SER und PRISA

Der Wechsel von Ruiz, der zuvor bereits mit dem Gründer von La Séptima, José Miguel Contreras, bei der Cadena SER zusammenarbeitete und an einem gescheiterten Projekt von PRISA beteiligt war, signalisiert eine klare Strategie des neuen Senders. Contreras, der bereits die Sexta gegründet hat, setzt auf seine Erfahrung, um La Séptima als eine unabhängige und analytische Nachrichtenquelle zu etablieren. Es wird spekuliert, dass neben Ruiz auch weitere Namen in Erwägung gezogen werden, darunter Silvia Intxaurrondo, deren Vertrag mit RTVE in den letzten Wochen unklar war.

Die Entscheidung, sich von Jaime Cantizano trennen und eine deutlich andere journalistische Linie einzuschlagen, unterstreicht die ambitionierten Ziele von La Séptima. Ruiz’ bisherige Arbeit bei der TVE, in der er die Zuschauerschaft in der Morgensendung erfolgreich gegen private Sender wie Antonio García Ferreras, Ana Rosa Quintana und Susanna Griso verteidigte, deutet auf eine hohe Kompetenz hin. Die finanzielle Basis für La Séptima beläuft sich auf 20 bis 25 Millionen Euro, mit denen der Sender mit Sendern wie Cuatro oder der Sexta konkurrieren und eine Reichweite von rund 4 Prozent erreichen will.

Die Einführung der neuen TDT-Richtlinien im Jahr 2025, die den Funkfrequenzspektrum effizienter nutzen, dürften ebenfalls eine Rolle spielen. La Séptima will sich von traditionellen Nachrichtenformaten lösen und stattdessen auf Live-Berichterstattung setzen. Es bleibt abzuwarten, wie sich der neue Sender im Wettbewerb positionieren kann und welche Auswirkungen der Umzug in den Free-TV-Bereich auf die deutschen Medienlandschaften haben wird. Die Konkurrenz um die Zuschauer dürfte jedoch bereits jetzt hoch sein.