Stroustrup entkräft: komplexität ist der schlüssel – und die softwareentwicklung wird radikal

Der Informatiker Bjarne Stroustrup hat erneut seine unmissverständliche Meinung zu den besten Programmiersprachen geäußert. Die Debatte um die vermeintliche Vielfalt von Ökosystemen wie Python, JavaScript und Ruby ist, so Stroustrup, oberflächlich. Die Realität sieht anders aus: Die zunehmende Integration von Künstlicher Intelligenz und die fortschrittlichen Bibliotheken beschleunigen die Entwicklung, doch sie verschleiern eine unumgängliche Wahrheit.

Die ironie der komplexität

Die ironie der komplexität

Stroustrup argumentiert, dass die Komplexität in modernen Softwareentwicklungsumgebungen nicht nur unvermeidlich, sondern sogar notwendig ist. Die Branche teilt sich im Grunde in zwei Lager auf: Programmierer, die kaum eine Zeile Code selbst schreiben, und diejenigen, die sich bewusst von dieser Automatisierung distanzieren. Stroustrup bezeichnet die formern als „inakzeptabel und beschämend“ – ein Kommentar, der die zunehmende Abhängigkeit von vorgefertigten Lösungen deutlich macht.

Die Entwicklung von Software ist im Wesentlichen auf die Fähigkeit zurückzuführen, die benötigte Kontrolle über den Prozess zu haben. Die Industrie ist in zwei Hauptkategorien unterteilt, wobei die eine Seite sich auf Programmierer konzentriert, die kaum oder gar keinen Code schreiben, während die andere Seite auf diejenigen spezialisiert ist, die die volle Kontrolle über den Entwicklungsprozess behalten.

Stroustrup’s Zynismus ist unverkennbar: „Es gibt nur zwei Arten von Programmiersprachen: diejenigen, über die man sich beschwert, und diejenigen, die niemand benutzt.“ Ein scharfer Blick auf den aktuellen Zustand der Technologie.

Er selbst betont, dass das Erlernen der Programmierung ausschließlich über das Internet fehlschlägt.