Revolut: fintech-explosion – 75 milliarden euro und apple-ambitionen

Die Erfolgsgeschichte von Revolut ist geradezu beispiellos. Was 2015 als Reise-App begann, hat sich in Rekordzeit zum größten zweifachen Neobanken-Wachstums-Europa entwickelt und übertrifft nun mit über 75 Milliarden Euro Eigenkapital selbst etablierte Banken.

Ein disruptiver ansatz, der nicht zu bremsen ist

Gründer Eddie Stevens erkannte früh das Problem im traditionellen Bankensektor: mangelnde Transparenz, überhöhte Gebühren und eine frustrierende Nutzererfahrung. Revolut’s Geschäftsmodell – eine digitale Bank ohne Filialen und mit Fokus auf Flexibilität – fand sofort Anklang. Innerhalb weniger Jahre katapultierte sich das Unternehmen auf über 70 Millionen Kunden weltweit, ein beeindruckender Coup, der selbst große europäische Banken in den Schatten stellt.

Ignacio Zunzunegui, Head of Growth für Südeuropa, Late America und nun auch die USA, betont die entscheidenden Faktoren: „Wir sind entstanden, weil wir sehen, dass das Bankensystem, was es anbietet, kaputt ist – intransparent, mit absurden Gebühren und einer unzivilisierten User Experience.“ Die Investition in Marketing – von der Kooperation mit Festivals wie Primavera Sound bis hin zu Sponsoring-Deals mit Manchester City – hat sich ausgezahlt. Die Marke Revolut ist omnipräsent und erzeugt einen enormen Wiedererkennungswert.

Der Vergleich mit der Kundengewinnung von BBVA – 250.000 Neukunden im letzten Jahr, das sind fast zehnmal so viele – unterstreicht die immense Dynamik. Mit über 6 Millionen Kunden in Spanien allein, und einem Marktanteil von mehr als 13 Prozent, ist Revolut längst eine der größten Finanzinstitute des Landes. Zunzunegui: „Wir sind eine neue Art der Bank – die Zukunft.“

Ausblick: hypotheken und globale expansion

Ausblick: hypotheken und globale expansion

Revolut plant, sein Geschäftsmodell weiter auszubauen. Die Einführung von Hypotheken-Angeboten, derzeit in einem Pilotprojekt in Litauen, soll in den kommenden Monaten nach Irland, Frankreich und möglicherweise auch nach Spanien ausgeweitet werden. Obwohl eine konkrete Terminierung noch aussteht, träumt Zunzunegui offen von einer eigenen Immobilie: „Ich möchte gerne eine Hypothek.“ Diese unkonventionelle Offenheit unterstreicht das mutige, fast schon rebellische Profil der Fintech-Gesellschaft.

Trotz des enormen Erfolgs scheint Revolut noch nicht an den Nervenkitzel einer Börsengang interessiert zu sein. Das Unternehmen verfolgt stattdessen die ambitionierte Zielsetzung, bis zu 100 Märkte weltweit zu erschließen – wobei der Fokus auf dem Ausbau der bestehenden, profitablen Geschäftsfelder liegt. Der Fokus liegt klar auf Wachstum. Die vollständige Banklizenz im Vereinigten Königreich war im März 2026 erteilt und die Genehmigung für die USA soll folgen.

„Wir sind ein Unternehmen, das hohe Gewinnmargen erzielt und somit optimal positioniert ist, um weiter zu wachsen