Lazarus-hacktoren plündert krypto-plattform für 250 millionen euro – ein cyber-schock

Ein tückischer Cyberangriff hat die Krypto-Welt in Aufruhr gebracht: Das nordkoreanische Lazarus-Team hat eine prominente Online-Investmentplattform um mehr als 250 Millionen Euro erleichtert. Dies ist der bisher größte Kryptobetrug des Jahres 2026 und beweist die anhaltende Bedrohung durch hochentwickelte Cyberkriminelle.

Restek-token-schwindel: lazarus-taktik wird entlarvt

Die Attacke, die sich auf die Plattform KelpDAO richtete, nutzte die Schwachstellen eines sogenannten Restaking-Tokens – konkret den rsETH, der auf dem EigenLayer-Protokoll basiert. Über 116.500 rsETH, was einer Wert von rund 124.600 ETH oder 3.730 BTC entspricht, wurden gestohlen. Die Methode: Ein ausgeklügeltes „Collateral“-Wäschereispiel. Die Hacker nutzten Aave v3, um mit Wrapped Ether (WETH) eine massive Schuld zu generieren – eine klassische Taktik, die Lazarus-Team bereits in früheren Angriffen angewendet hat.

LayerZero identifizierte zwei kompromittierte Server des Anbieters als Ursache. Die Analyse deutet auf eine staatlich geförderte Operation hin, vermutlich im Auftrag des nordkoreanischen Regimes. Experten wie Henri Arslanian von Nine Blocks Capital Management sind sich einig: Die Angreifer haben ihre Handschrift klar hinterlassen – ein Muster, das seit Jahren mit Lazarus in Verbindung gebracht wird. Die jüngsten Raubzüge, insbesondere in WazirX und DMM Bitcoin im Jahr 2024, zeugen von der Professionalität und dem raffinierten Charakter dieser Cyberkriminellen.

Die verbindung zu nordkorea – ein dunkles kapitel

Die verbindung zu nordkorea – ein dunkles kapitel

Die gestohlenen Gelder dürften in Zukunft erneut zur Finanzierung des heimlichen Atomprogramms des Landes verwendet werden. Die USA hatten bereits im Jahr 2024 über 3 Milliarden Dollar an Kryptobetrug durch Nordkorea gemeldet – eine erschreckende Zahl, die die globale Bedrohung durch staatlich unterstützte Cyberangriffe unterstreicht. Der aktuelle Vorfall ist ein deutlicher Beweis dafür, dass die Krypto-Branche weiterhin massive Risiken birgt und eine ständige Wachsamkeit erfordert.

CoinDesk bezeichnet den Angriff als „den größten Cyberangriff auf Kryptowährungen in 2026 bis dato“. Die Sicherheitsvorkehrungen müssen dringend überprüft und verstärkt werden, um weitere Opfer zu verhindern. Kyber, eine weitere Gruppe von Hackern, experimentiert derzeit bereits mit postquantenverschlüsselung in Windows – ein weiterer Hinweis auf die fortschreitende Bedrohungslage.