Krypto-entführer: 554 millionen euro gestohlen

Der April 2026 war ein miserabler Monat für Kryptobörsen und -nutzer. Hacker entwendeten in diesem Zeitraum insgesamt 554 Millionen Euro an Kryptowährungen. Die meisten der gestohlenen Summen landeten in den Händen Nordkoreas, die 76 Prozent aller betroffenen Kryptos einfallen ließ, womit sie die Hauptquelle ihrer Einnahmen darstellt.

Drift und kelp dao stark betroffen

Drift und kelp dao stark betroffen

Zwei der größten Raubzüge dieser Art trafen die Unternehmen Drift und Kelp DAO, bei denen die Hackers insgesamt 476 Millionen Euro an Kryptos erbeuteten. Bei Drift, einer auf der Solana-Plattform basierenden Börse, verbrannten die Angreifer sechs Monate, um sich die Zugangsdaten zweier Mitarbeiter zu verschaffen, indem sie ingenieursozial agierten. Anschließend konnten sie 243 Millionen Euro entfernen.

Bei Kelp DAO war es ein Sicherheitsloch, das den Hackern den Weg ebnete. Der LayerZero-Verbindungspunkt, auf dem das Sicherheitsprotokoll basierte, war so konfiguriert, dass nur ein einziges Operatoren-Konto erforderlich war. Die Angreifer konzentrierten sich darauf und stahlen 233 Millionen Euro.

Die Krypto-Entführungen im April 2026 stellen einen neuen Höhepunkt dar. Es war der schlechteste Monat seit März 2022, außer Februar 2025, als durch den ByBit-Hack 1,3 Milliarden Euro entwendet wurden.

Gut ein Drittel der 554 Millionen gestohlenen Kryptowährungen wurden durch klassische Phishing-Attacken erbeutet. In diesen Fällen täuschten die Hacker sich als der Kryptobörse selbst und konnten so Zugangsdaten von Einzelnen erlangen.