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Ki-boom: reiche profitieren – und was das für ihre altersvorsorge bedeutet

Larry Fink, Chef von Blackrock, warnt: Künstliche Intelligenz könnte die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vertiefen. Eine Entwicklung, die mit dem Aufstieg früherer Finanzelite vergleichbar ist – nur in einem noch größeren Ausmaß.

Fink fordert reformen der altersvorsorge – vor dem ki-schock

Fink fordert reformen der altersvorsorge – vor dem ki-schock

In seinem jährlichen Brief an Investoren zeichnet Fink das Bild einer Zukunft, in der die von KI generierten Gewinne primär denjenigen zugutekommen, die bereits über Kapital verfügen. Während die Technologie Arbeitsplätze schaffen wird, entstehen gleichzeitig neue Risiken für Menschen ohne ausreichende finanzielle Mittel, die von diesen Gewinnen profitieren könnten. Die Kapitalisierung steigt, doch die Eigentumsverhältnisse bleiben ungleich – ein gefährlicher Trend für die gesellschaftliche Stabilität.

Blackrock selbst setzt massiv auf KI. Neben milliardenschweren Investitionen in Infrastruktur und Datenunternehmen plant das Unternehmen Partnerschaften mit führenden Technologiekonzernen. Die Akquisitionen von Global Infrastructure Partners, HPS Investment Partners und Preqin – zusammen rund 28.000 Millionen US-Dollar – unterstreichen diese Strategie. Besonders die Übernahme von Aligned Data Centers im vergangenen Jahr für 40.000 Millionen Dollar war ein Schlagkräftiges Statement.

Fink sieht die Notwendigkeit einer Reform des US-amerikanischen Sozialversicherungssystems. Die derzeitige Ausrichtung auf Staatsanleihen und die versprochenen Rentenzahlungen könnten unter dem Einfluss der KI-Entwicklung gefährdet sein. Er schlägt vor, die Rentenalter zu flexibilisieren und die Anlageentscheidungen der Versicherten zu diversifizieren.

Die Erfolgsgeschichte von Blackrock, die durch die Nachfrage nach kostengünstigen Indexfonds und aggressive Akquisitionen vorangetrieben wurde, zeigt die immense Macht, die dem Finanzsektor zukommt. Die wachsende Bedeutung von KI und Daten wird diese Entwicklung noch verstärken. Die Frage ist nicht, ob sich die Vermögensungleichheit verschärfen wird – sie wird es. Und die Zeit zum Handeln drängt.