Iran-krieg luzt nukleare ängste: welt rüstet auf
Die Eskalation im Iran hat eine globale Spirale der Angst ausgelöst: Mehrere Nationen erwägen nun, ihre nukleare Abschreckung zu verstärken, während die fragile Architektur der Abrüstung, die nach dem Kalten Krieg errichtet wurde, bröckelt. Die Situation ist komplex, die Konsequenzen potenziell verheerend.
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Nuklearer dominoeffekt: die welt auf dünnem eis
Die Spannungen sind offensichtlich: Angesichts der Bedrohung durch den Krieg im Iran sehen sich Länder wie Deutschland und Polen – lange Zeit auf die nukleare Abschreckung der USA angewiesen – nun offener für französische Vorschläge zur Ausweitung der strategischen Abschreckung in Europa. Diese Entwicklung folgt auf die wiederholten Drohungen von Donald Trump bezüglich einer Annexion Grönlands. Gleichzeitig warnen nuklearmächtige Staaten wie China und Russland vor einer möglichen Verbreitung von Atomwaffen in Südkorea und Japan. Die USA selbst stehen unter Druck, ihre Atomwaffenpolitiken zu überdenken, insbesondere angesichts der drohenden Wiederaufnahme von Atomtests, die von Trump als Reaktion auf eine Exekutivorder in Erwägung gezogen werden.
nnDas System der Rüstungskontrolle, das nach dem Kalten Krieg etabliert wurde, steht unter massivem Druck. Die historischen Verträge, wie das ABM-Vertrag von 1987, der die Intermittenzraketen zwischen den USA und der Sowjetunion eliminierte, und das New START-Abkommen zur Reduzierung der Arsenale, werden zunehmend in Frage gestellt. Während die Beziehungen zwischen Washington und Moskau sich verschlechtern und die nukleare Kapazität Chinas steigt, gerät die globale Stabilität ins Wanken. Die zunehmende Zahl von konventionellen Angriffen auf Städte in Europa und dem Nahen Osten verstärkt das Risiko eines atomaren Konflikts.
nnDie Angst vor einer nuklearen Eskalation ist nicht nur theoretisch. Die weltweite Verbreitung von Atomwaffen ist eine reale Gefahr. Experten schätzen, dass nur 25 Kilogramm hochangereichertes Uran oder 8 Kilogramm Plutonium für die Herstellung einer Atomwaffe ausreichen. Länder, die sich bisher der Nuklearisierung verschlossen haben, erwägen nun, ihre eigene Atomwaffenproduktion in Angriff zu nehmen. Die USA selbst haben eine ambivalente Haltung eingenommen: Einerseits werden nukleare Abschreckungsmaßnahmen verstärkt, andererseits werden Waffenexporte an Staaten wie Saudi-Arabien geprüft – ein Vorgehen, das von einigen als zynisch kritisiert wird. Die deutsche Bundesregierung hat