Game pass-preisexplosion: xbox am scheideweg?
Microsofts Game Pass hat die Schlagzeilen geistert. Die Top-Managerin Asha Sharma räumt ein: Der Dienst ist zu teuer geworden – und das Nutzerfeedback ist eindeutig. Ein internes Memo, das an die Presse gelangt ist, enthüllt, dass die Pläne für den Spiele-Abonnementdienst dringend eine Überarbeitung benötigen.
Scharfe kritik und umsatzangst
Sharma, die kürzlich Phil Spencer als CEO von Xbox ablöste und damit für Verwirrung sorgte, konstatierte, dass eine bessere Preis-Leistungs-Verhältnis ‘zwingend’ erforderlich sei. Die Gebühren sind in kürzester Zeit explodiert – von 9,99 Euro auf 26,99 Euro pro Monat. Für viele Gamer ist das eine unvertretbare Belastung. Die Entwicklung ist eine direkte Folge der Aufnahme von ‘Call of Duty’ in den Game Pass, bei dem Microsoft rund 300 Millionen Dollar an potenziellen Umsätzen verliert.
Die Ironie: Der Erfolg von ‘Call of Duty’ soll eigentlich den Game Pass aufwerten, aber stattdessen droht er, den Dienst zu untergraben. Es ist ein klassischer Fall von kurzfristiger Kalkulation, die langfristig scheitert.
Experten wie Jez Corden von Windows Central berichten, dass Microsoft bereits überlegt, ‘Call of Duty’ aus dem Angebot zu nehmen. Das wäre ein kühler Schritt, aber angesichts der steigenden Kosten kaum zu verhindern.

Steam als alternative?
Während Microsoft mit Preiserhöhungen ringt, argumentiert Corden, dass sich der Kauf von Spielen auf Plattformen wie Steam deutlich lohnen könnte. Einmal gekauft, sind die Titel dauerhaft im Besitz des Nutzers – im Gegensatz zum Game Pass, wo Spiele nach dem Ablauf der Abonnementzeit entzogen werden.

Zukunftsaussichten ungewiss
Asha Sharma verspricht eine ‘flexiblere’ Game Pass-Strategie. Aber das Warten auf diese ‘neue Ära’ wird sich vermutlich als langwieriger Prozess erweisen. Es bleibt abzuwarten, ob Microsoft die Probleme lösen kann, bevor der Game Pass zum Albtraum der Gamer wird. Die Entscheidung, ‘Call of Duty’ möglicherweise zu streichen, ist ein klares Zeichen dafür, dass die Strategie von Microsoft in Frage gestellt wird. Und das, obwohl die Zeitschrift The Verge berichtet, dass Sharma’s Wechsel in die Führungsebene nicht von allen Fans begrüßt wurde, da sie zuvor in Instacart und Facebook tätig war – weit entfernt von der Gaming-Welt.
