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Dtt-revolution: 37% der fernseher sind noch nicht fit für die zukunft

Die Deutsche Telekom bereitet den Umstieg auf das neue DVB-T2-Standard vor – und die Mehrheit der Privathaushalte in Deutschland steht vor einem teuren Update. Ab Juni 2026 soll die analoge DVB-T-Übertragung endgültig Geschichte werden, doch nur ein Drittel der derzeitigen Fernseher ist für die neuen Anforderungen gerüstet.

Dvb-t2: ein wettlauf gegen die zeit

Der offizielle Bekanntmachung des Bundesamtes für das öffentliche Recht (BOE) vom 6. Juni 2026 markiert den Startschuss für die Umstellung. Die Telekom erhält eine Sendelizenz für den neuen Anbieter «Servicios Integrados Entretenimiento Televisivo, SL», der nun den Platz der etablierten Sender einnehmen muss. Die Übergangszeit soll so gestaltet werden, dass möglichst niemand das Wasser abfließen sieht, allerdings mit der drängenden Erkenntnis, dass der aktuelle Stand der Technik weit hinterherhinkt.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Aktuell sind lediglich 36,6 Prozent der in Deutschland befindlichen Fernsehgeräte für die neuen Technologien, insbesondere den HEVC-Codec (H.265), kompatibel. Das bedeutet, dass viele Nutzer mit ihren jetzigen Geräten die verbesserten Bildqualität und die neuen Kanäle nicht in vollem Umfang erleben können. Eine unangenehme Überraschung für viele, die bisher auf die DVB-T-Übertragung vertraut haben.

Neukonstruktion des sendebildes

Neukonstruktion des sendebildes

Um den Platz für den neuen Kanal zu schaffen und gleichzeitig die Qualität der bestehenden Programme zu erhalten, müssen sich die Sender komplett neu anordnen. Dies erfordert ein umfangreiches Update der Sendelisten, was für die Zuschauer eine erneute Suche nach ihren Lieblingsprogrammen bedeutet. Die Umstellung soll zwischen Ende August und Herbst 2026 erfolgen. Die Telekom ist hierbei der entscheidende Faktor, der die Rahmenbedingungen vorgibt.

Um Platz für das 4K-Signal zu schaffen, werden auch Sender wie Clan und DKiss ihre Positionen innerhalb der DVB-T-Landschaft neu verhandeln müssen. Die ARD und ZDF investieren massiv in die Umstellung auf das DVB-T2-System und den Einsatz des H.265-Standards. Die Folge: Ein Umbruch im deutschen Fernsehempfangs.

Für Fernseher, die nicht DVB-T2-tauglich sind, sieht die Situation düster aus. Die ersten Anpassungen werden ab 2026 parallel zur Einführung der neuen Signale erfolgen. Erst wenn 90 Prozent der Fernseher im Land das Format UHD unterstützen und 95 Prozent das DVB-T2-System akzeptieren, wird die zweite Phase aktiviert. Die Hersteller haben bereits reagiert und bieten kompatible Modelle an – allerdings zu oft noch überhöhten Preisen.

Um die Signalqualität zu verbessern und die Überlastung zu vermeiden, wird der Einsatz des Videocodecs H.265 (HEVC) notwendig. Ein Haken: Ältere Fernseher, die diesen Codec nicht verarbeiten können, werden die neuen Kanäle nicht mehr empfangen können. Die Übergangsphase soll durch die Fortführung der analogen Übertragung abgefedert werden. Die Sender werden daher weiterhin ein duales Bildformat anbieten – sowohl in HD als auch in UHD.

Checkliste für den fernseher

Checkliste für den fernseher

Bevor Sie sich jetzt panisch neue Geräte anschaffen, sollten Sie Ihren aktuellen Fernseher genau prüfen. Achten Sie auf den DVB-T2-Sintonizer und die Unterstützung des HEVC-Formats (H.265). Die meisten neueren Modelle (ab 2020) verfügen über diese Funktionen, aber bei älteren Geräten oder Modellen mit kleinerem Bildschirm besteht die Gefahr, dass Sie auf den neuen dtt-Standard verzichten müssen. Die Kaufentscheidung sollte daher gut überlegt sein.