Dreame wagt den sprung: luxus-smartphones mit preisen jenseits der 13.000 euro
Shanghai – Der chinesische Hersteller Dreame, bisher bekannt für seine ambitionierten Staubsauger und Haushaltsgeräte, schickt sich an, die Smartphone-Welt aufzurütteln. Mit einer überraschenden Strategie, die auf Luxus und Modularität setzt, betritt Dreame einen Markt, der dem Unternehmen eine völlig neue Dimension eröffnen könnte – oder ihn an die Grenzen treibt.
Aurora: zwei welten, ein versprechen
Auf der AWE 2026 in Shanghai präsentierte Dreame stolz seine erste Smartphone-Familie, die Aurora, in zwei Ausführungen: Aurora Lux und Aurora Nex. Während Aurora Lux sich auf maximalen Luxus und exklusive Designs konzentriert, setzt Aurora Nex auf ein modulares Konzept, das den Nutzern eine beispiellose Anpassbarkeit ermöglicht. Die Preisspanne für Aurora Lux reicht von rund 8.900 bis über 13.000 Euro – ein klares Signal, dass Dreame hier nicht das Massenpublikum ansprechen will.
Was niemand so recht erwartet hatte: Dreame investiert mehr als 1,27 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren in Forschung und Entwicklung, insbesondere in die Bereiche Kamera, künstliche Intelligenz und Displays. Diese Summe unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Ambitionen, aber wirft auch Fragen auf, ob ein neuer Player in diesem hart umkämpften Segment wirklich bestehen kann.

Luxus pur: aurora lux mit schmuck-ästhetik
Die Aurora Lux-Modelle bestechen durch ihre auffällige Optik, die an hochwertige Schmuckstücke erinnert. Goldene und rote Akzente, kombiniert mit Materialien, die an Edelsteine erinnern, verleihen den 29 verschiedenen Designs eine luxuriöse Note. Jedes Modell ist limitiert und verfügt über ein großes, kreisförmiges Kameramodul und geradlinige Kanten. Das eigene Betriebssystem Aurora AIOS 1.0, das im zweiten Halbjahr 2026 erwartet wird, verspricht eine KI-gestützte Bildverarbeitung und verbesserte Privatsphäre.
Die technischen Details der Aurora Lux-Serie sind bislang spärlich, aber die ersten Berichte von Besuchern der AWE 2026 deuten auf Preise zwischen 8.900 und 13.000 Euro hin – je nach Material und Design. Die Zahl allein sagt alles: Diese Preisgestaltung positioniert Dreame direkt neben etablierten Luxusmarken wie Vertu.

Modularität als alleinstellungsmerkmal: aurora nex ls1
Das Flaggschiff der Aurora-Familie, das Aurora Nex LS1, setzt auf ein innovatives modulares Kameradesign. Die hinteren Objektive lassen sich magnetisch austauschen, darunter eine 1-Zoll-Hauptlinse und ein 115-Millimeter-Teleobjektiv – eine Ausstattung, die selbst professionelle Fotografen beeindrucken könnte. Angetrieben wird das Nex LS1 voraussichtlich vom hauseigenen Chixiao 01 Prozessor, der speziell für KI-Anwendungen optimiert ist und eine Rechenleistung von bis zu 200 TOPS bietet. Der Preis soll in China bei rund 999 US-Dollar liegen.
Ob Dreame mit dieser Kombination aus Luxus, Modularität und fortschrittlicher Technologie tatsächlich eine Nische im Smartphone-Markt erobern kann, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Der chinesische Hersteller hat mit seiner mutigen Strategie die Aufmerksamkeit der Branche auf sich gezogen und ein klares Signal gesendet – Dreame will mehr sein als nur ein Hersteller von Staubsaugern.