Blue origin scheitert mit satellitenstart – spacex bleibt vorreiter im weltraumrennen
Ein weiterer Rückschlag für blue origin: Der Versuch, den Satelliten BlueBird 7 in eine geostationäre Erdumlaufbahn zu bringen, ist gescheitert. Jeff Bezos’ Raumfahrtunternehmen hat damit erneut den Anschluss an den Wettbewerber SpaceX unterboten.
Teilweise erfolg, doch die mission ist gescheitert
Der Start des New Glenn-Boosters aus Cabo Canaveral verlief zunächst vielversprechend. Die Wiederverwendung des ersten Stufens, den Blue Origin als ‘Never Tell Me The Odds’ bezeichnete, war erfolgreich – ein wichtiger Schritt für die langfristige Kostenreduktion im Weltraumtransport, wenn auch nur teilweise. Doch der Satellit BlueBird 7, entwickelt von AST SpaceMobile, erreichte nicht die angestrebte Umlaufbahn. Stattdessen wurde er lediglich in eine ungeeignete, niedrigere Umlaufbahn verschoben. Ein Detail, das die Ambitionen von Blue Origin in jüngster Zeit in Frage stellt.

Nasa und artemis-programm im visier
Der New Glenn-Booster spielt eine entscheidende Rolle im Rahmen des Artemis-Programms der NASA, welches die Rückkehr von Menschen auf den Mond ermöglichen soll. Die modular aufgebauten Landemodule, die für die Landung auf der Mondoberfläche benötigt werden, sollen künftig mit dem New Glenn zu den Monden geschickt werden. Doch die Verzögerungen bei Blue Origin wirken sich auch auf die Timelines des NASA-Projekts aus. Die NASA plant, im nächsten Jahr mit dem Artemis 3-Manöver zu beginnen, wobei mindestens ein Landemodul von SpaceX oder Blue Origin zur Verfügung stehen muss. Die Entwicklung beider Unternehmen steht noch vor erheblichen Herausforderungen.

Spacex dominiert den markt
Während Blue Origin weiterhin an der Optimierung seiner Raketentechnologie arbeitet, hat Elon Musk’sSpaceX in den letzten Jahren eine beeindruckende Dominanz im Weltraummarkt etabliert. Die erfolgreiche Entwicklung und der Start von Starship, dem ambitionierten Raumschiff für interplanetare Reisen, sind ein klares Zeichen für die technologische Überlegenheit des Unternehmens. Die bisherigen 11 Testflüge von Starship, die mit spektakulären, aber letztendlich fehlgeschlagenen Explosionen endeten, haben Musk jedoch nicht entmutigt. Er setzt weiterhin auf eine rasante Weiterentwicklung seiner Raumfahrttechnologie.

Ast spacemobile reagiert
AST SpaceMobile hat die Situation mit dem BlueBird 7 heruntergespielt und erklärte, dass der Satellit trotz der niedrigeren Umlaufbahn erfolgreich freigesetzt und aktiviert wurde. Die Firma plant, die restlichen BlueBird-Satelliten – bis hin zum BlueBird 32 – in den kommenden Monaten zu orbitieren. Die Kosten für den gescheiterten Start sollen jedoch durch eine entsprechende Versicherung gedeckt werden.

Fazit: blue origin muss nachjustieren
Der gestriger Start von New Glenn verdeutlicht eindrücklich, dass Blue Origin noch nicht in der Lage ist, mit der Innovationsgeschwindigkeit von SpaceX Schritt zu halten. Die Firma muss nun dringend ihre Strategie überdenken und ihre Ressourcen effektiver einsetzen, um im Wettlauf ins All nicht den Anschluss zu verlieren. Die Konkurrenz ist umkämpft und die Erwartungen in der Weltraumindustrie sind hoch.
