At&t setzt auf satelliten – mehr als nur t-mobile-spaß
AT&T beschleunigt seine Satellitenstrategie und plant, auf mehr als einen Low-Earth-Orbit (LEO)-Partner zu setzen. Ein überraschender Schritt angesichts der bisherigen Fokussierung auf AST SpaceMobile.
Strategiewende im weltraum: at&t diversifiziert
Der CEO John Stankey signalisierte bei der Ankündigung, dass die Firma nicht allein auf AST SpaceMobile setzen wolle. Ein offenes Auge für die Wettbewerbslandschaft im Bereich der Direkt-to-Device-Technologie ist offenbar angebracht. SpaceX und Amazon, beide mit ambitionierten Plänen für eigene Satellitennetze, werden dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Die Pläne von AT&T, eine stets verfügbare Konnektivität auch in abgelegenen Regionen der USA zu gewährleisten, ohne dass Kunden ihre Smartphones austauschen müssen, sind durchaus ehrgeizig. Die Technologie, die es Smartphones ermöglicht, ohne zusätzliche Ausrüstung mit Satelliten zu kommunizieren, ist dabei ein entscheidender Faktor.

Partnerschaften und technologie
Die Zusammenarbeit mit Amazon’s Satelliten-Einheit ist bereits etabliert, doch eine feste Vereinbarung für eine Direkt-to-Device-Verbindung fehlt noch. Stankey betonte, dass eine solide Großhandelsbeziehung mit mehreren LEO-Partnern angestrebt wird. Dies wirft Fragen nach der zukünftigen Ausrichtung der Satellitenstrategie von AT&T auf. Die FCC hat bereits die Zulassung für AT&T, Verizon und FirstNet zur Bereitstellung von direktem Zellservice aus dem Weltraum mit Low-Band-Spektrum erteilt – ein wichtiger Schritt für AST SpaceMobile.

Kein interesse an mvnos
Stankey machte deutlich, dass AT&T keine Deals mit MVNOs (Mobile Virtual Network Operators) im Satellitenbereich anstrebt. Die Firma konzentriert sich darauf, LEO-Satelliten als Ergänzung zum bestehenden Mobilfunknetz zu nutzen, anstatt dieses zu ersetzen oder zu konkurrieren. Die Entwicklung von SpaceX und Amazons Satellitentechnologien wird dabei genau beobachtet.
Fazit: ein wettlauf im weltraum
AT&T scheint bereit, im Satellitenbereich zu investieren – nicht nur, um die Lücke in abgelegenen Gebieten zu schließen, sondern auch, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Die Partnerschaft mit AST SpaceMobile ist dabei nur ein Baustein in einer größeren Strategie.
