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At&t erhöht preise für ältere abos – kunden fliegen ab

Die Telekommunikationsgigant AT&T erhöht ab dem kommenden Monat die Preise für ältere Prepaid-Verträge. Diese Maßnahme kommt zu einem bereits deutlichen Rückgang der Kundenabwanderung, was die Strategie des Unternehmens in Frage stellt.

Preisanstieg für legacy-kunden

Betroffen sind Abonnements, die vor dem 24. Juli 2025 abgeschlossen wurden. Einzelne Tarife sollen um 10 US-Dollar im Monat teurer werden, Mehrfachverträge um 20 US-Dollar. AT&T begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, eine zuverlässige Netzwerkleistung zu gewährleisten und die Kundenerfahrung zu verbessern. Doch die Reaktion der Märkte spricht eine andere Sprache.

Die Entscheidung ist kein Zufall. In den vergangenen Quartalen verließen immer mehr Kunden den Anbieter zugunsten von Konkurrenten wie Verizon und T-Mobile. Die Abwanderungsquote bei Postpaid-Kunden stieg im vierten Quartal 2025 auf 0,98 %, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Trotz einer signifikanten Neukundengewinnung von 1,55 Millionen Postpaid-Kunden im letzten Jahr, ein Anstieg von 10 % gegenüber dem Vorjahr, scheint das Unternehmen nicht in der Lage zu sein, den Trend umzukehren.

Die Probleme sind offensichtlich: Während T-Mobile sich als „Un-Carrier“ positioniert und Verizon auf Profitabilität setzt, scheint AT&T seine eigene Identität verloren zu haben. Die einst stark mit dem iPhone verbundene Marke hat sich nicht erfolgreich neu positioniert. Die Werbekampagnen, selbst mit Persönlichkeiten wie Milana Vayntrub, konnten keine nachhaltige Markenidentität schaffen.

Ein wettlauf gegen die konkurrenz

Ein wettlauf gegen die konkurrenz

Die US-Mobilfunklandschaft befindet sich im Wandel. T-Mobiles Umstellung auf ein digitales Geschäftsmodell und Verizons Fokus auf Gewinnmaximierung zwingen AT&T zu einer klaren strategischen Ausrichtung. Das Unternehmen muss definieren, welche Rolle es im Wettbewerb spielen will, und diese Botschaft klar kommunizieren. Der Preisanstieg für Legacy-Kunden könnte diese Strategie untergraben, da er Kunden, die bereits unzufrieden sind, zusätzlich verärgert.

Die Aktie von AT&T reagierte auf die Preissteigerung mit einem Anstieg von 2,57 % am Freitag. Dies deutet darauf hin, dass Investoren die Maßnahme als ein Zeichen für die Schwierigkeiten des Unternehmens sehen. Die gesteigerte Abwanderung und die fehlende klare Markenidentität sind mehr als nur kleinere Rückschläge; sie sind ein Weckruf. AT&T muss schnell handeln, um seine Position im Markt zu sichern.

Die Zahlen sprechen für sich: Kunden verlassen AT&T, und die Aktie reagiert positiv auf die Preissteigerung. Das ist kein Zeichen von Stärke, sondern von einer tiefgreifenden Krise der Markenwahrnehmung.

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